Jun 302013
 

Geislingen. Am Samstagmorgen ereignete sich auf der Stöttener Steige ein tödlicher Verkehrsunfall. Aus bislang ungeklärter Ursache kam ein 23 jähriger Audifahrer in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und stürzte mit seinem PKW einen Abhang hinunter. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Da das Fahrzeug etwa 100 Meter weit in den Wald hinein stürzte, wurde es erst am Nachmittag gegen 15.45 Uhr durch einen aufmerksamen Spaziergänger entdeckt. Für die Helfer aus Geislingen begann der Einsatz um 20.30 Uhr mit der Alarmierung durch die Geislinger Feuerwehr-Kameraden. Einsatzaufgabe war Ausleuchtung der Einsatzstelle und Unterstützung der Bergungsarbeiten. Schnell zeigte sich, dass bis zum Fahrzeugwrack eine Strecke von ca. 300 Metern ausgeleuchtet werden musst und die ortsverbandeigenen Leuchtmittel nicht ausreichen. Daher wurde gegen 21.30Uhr der Ortsverband Gruibingen mit seiner Fachgruppe Beleuchtung nachalarmiert.

Nachdem die Strecke für den Abtransport der Trümmer ausgeleuchtet war, galt es mehrere hundert Quadratmeter Wald abzusuchen, über die die Fahrzeugteile verstreut waren.

Neben den Einsatzkräften der THW Ortsverbände Geislingen und Gruibingen waren die Feuerwehr Geislingen, Rettungsdienst, Bergwacht, Notfallseelsorger und die Polizei im Einsatz. Nach einer kurzen Nachbesprechung im Ortsverband endete der Einsatz gegen 03.00 Uhr.

Jun 082013
 

Gruibingen. Die erste Abnahme des Leistungsabzeichens Baden-Württembergs im Jahr 2013 war ein voller Erfolg. Unter strahlender Sonne konnten am Samstag, 08.Juni 2013, 70 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Baden-Württemberg die theoretischen und praktischen Aufgaben angehen und mit viel Begeisterung lösen.

Mit dabei war auch der Ortsverband Geislingen, dessen Aufgabe es war die insgesamt 150 Personen mit einer warmen Mahlzeit zu verpflegen. Koch Arne Lux mit seiner Küchenmannschaft hatte sich hierzu das von allen gern gegessene Gericht „Spaghetti Bolognese“ ausgesucht, welches auch bei allen Beteiligten großen Anklang fand.

Um 10.00 Uhr begrüßten der stellvertretende Ortsbeauftragte des Ortsverband Gruibingen, Karl Herzer und Sven Latki, Verantwortlicher für das Leistungsabzeichen in Baden-Württemberg, die 70 Teilnehmer, darunter 10 Mädchen. Nach der Einteilung der Junghelfer in Zweier Teams gingen die Junghelfer motiviert und auch ein wenig aufgeregt an den Start. Unterstützt wurde die Abnahmeprüfung durch weitere 80 Helferinnen und Helfer als Prüfer, Stationshelfer, Köche und Vorortorganisatoren.

Die Prüfung begann mit einem theoretischen Teil. Insgesamt zehn Fragen zum richtigen Umgang mit Geräten, dem Verhalten in besonderen Situationen und zur THW-Jugend waren für das bronzene Abzeichen zu beantworten. Die Jugendlichen, die das silberne Abzeichen anstrebten, hatten zusätzliche Fragen zu lösen Obwohl kein Zeitlimit vorgegeben wird, waren alle Junghelfer bereits nach 20 Minuten mit der Bearbeitung der Fragen fertig, sodass die praktische Prüfung beginnen konnte.

Für diese waren 5 verschiedene Stationen vorbereitet, an denen die Junghelfer ihre erlernten Fertigkeiten unter Beweis stellen konnten. So waren unter anderem der Umgang mit Leitern, Werkzeug zur Holzbearbeitung oder der Persönlichen Schutzausstattung Thema an den Stationen. Die Ausbildung der Junghelfer ist an den Erfordernissen als spätere Katastrophenhelfer ausgerichtet. Sollte in zehn Jahren das nächste Hochwasser anrollen, sind die jetzigen Prüflinge bereit, dort zu Helfen wo Not am Mann ist.

Und tatsächlich konnte er gegen 16 Uhr die außerordentliche Leistung der Junghelfer loben und die heiß begehrten Abzeichen den Jugendlichen übergeben, welche sich darauf hin auf den Heimweg machten.

Jun 022013
 

Bad Überkingen. Lang anhaltender Starkregen führte am vergangenen Wochenende in einigen Teilen Deutschlands zu Überschwemmungen. Auch der Landkreis Göppingen war hiervon betroffen. Der THW Ortsverband Geislingen war mit seinem gesamten Technischen Zug und seiner Fachgruppe Verpflegung im Einsatz. Deren Hauptaufgaben die Verpflegung aller Einsatzkräfte in Bad Überkingen und Evakuierungs- und Pumparbeiten.

Bereits am Freitagabend gegen 21.30 Uhr begann der Einsatz für die ersten Geislinger Helfer. Die Feuerwehr Überkingen forderte über den amtierenden Bürgermeister Matthias Heim die Fachgruppe Logistik Verpflegung an. Da abzusehen war, dass der Einsatz aller Helfer noch längere Zeit andauern würde, war es Aufgabe der Fachgruppe die Getränkeversorgung sowie eine warme Mahlzeit für alle Einsatzkräfte sicherzustellen.

Die Fils hatte zu dieser Zeit bereits weite Teile des Bad Überkinger Ortsteils Hausen unter Wasser gesetzt. Um den Wasserstand im Ortskern zu senken mussten Flutbarrieren geöffnet werden, sodass die Fils sich auf die Wiesen nördlich der B466 ausdehnen konnte. Der zwischenzeitlich ebenfalls alarmierte und in Überkingen eingetroffene Technische Zug wurde der federführenden Feuerwehr Bad Überkingen unterstellt, um bei Pumparbeiten und Sandsackverbau zu unterstützen.

Gleichzeitig spitzte sich die Lage in Bad Überkingen weiter zu. Während die Ortsdurchfahrt bereits 70cm unter Wasser stand, drang zunehmend Wasser in Keller und Erdgeschoss eines Seniorenheims an der Fils ein. Gemeinsam mit Helfern des DRK und des Gruibinger THW wurden die Bewohner aus dem Erdgeschoss evakuiert. Durch den hohen Wasserstand auf der Zufahrtsstraße war ein Abtransport der zum Teil bettlägerigen Personen nur mit den LKW des THW Geislingen möglich. Gegen 04.30 Uhr bereiteten sich die Helfer des Ortsverband Geislingen auf das Auspumpen der Kellerräume vor.

Nachdem die Tiefgaragen des Seniorenheims am Vormittag des Samstag zum großen Teil ausgepumpt waren, drohten diese nun wieder vollzulaufen. Da die Sicherungsschränke der Gebäude jedoch zwischenzeitlich unter Wasser gestanden hatten, mussten die Einsatzkräfte den für die Pumpen notwendigen Strom selbst erzeugen. Mittlerweile stieg die Fils um 20cm pro Stunde, weshalb sich die Einsatzleitung zur Evakuierung der verbliebenen Heimbewohner entschloss. Einige der insgesamt 38 Senioren weigerten sich zunächst ihre Wohnungen zu verlassen, konnten jedoch mit Unterstützung der Polizei überzeugt werden, sich in die vom DRK betreuten Notunterkünfte verbringen zu lassen.

Gleichzeitig drohte der Deich entlang der Ortsdurchfahrt auf 300m zu brechen. Während Feuerwehren aus mehreren Landkreisen den Deich sicherten, sorgte das THW und mehrerer Feuerwehren  für stetigen Nachschub an Sandsäcken. Hierzu wurde ein LKW Verkehr zwischen Bad Überkingen und Ulm, Böblingen und Esslingen eingerichtet. Um auch vor Ort große Mengen an Säcken füllen zu können, wurde zu ungewöhnlichen Mitteln gegriffen: So wurden kurzerhand drei Betonmischer mit Sand beladen und zum schnelleren Füllen der Säcke verwendet. Durch die knapp 200 beteiligten Einsatzkräfte wurden in der Nacht zum Sonntag rund 35.000 Sandsäcke herbeigeschafft und verbaut.

Am Sonntag Nachmittag entspannte sich die Lage dann endlich, so dass die Helfer spät abends wieder in die Unterkunft einrücken konnten.